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Pakistanischer Ministerpräsident betont unabhängige Strategie im Kampf gegen Terrorismus
: 168305 : 2009/10/01: IRIBprint

Pakistan
Pakistanischer Ministerpräsident betont unabhängige Strategie im Kampf gegen Terrorismus

Der pakistanische Ministerpräsident betonte die Unabhängigkeit seines Landes im Kampf gegen den Terror.


Yusof Reza Gilani sagte, Islamabad brauche keine Ratschläge von westlichen Ländern darüber, wie es den Einfluss der Taliban verhindern soll. Er sagte: Das Volk, die Regierung und Armee arbeiten gemeinsamen an der Vernichtung des Terrorismus. Angesichts der US-Raketenangriffe auf die Provinz Belutschistan sagte Gilani: Alle Angriffe der US-Armee auf Pakistan müssen eingestellt werden.
Pakistanische Staatsmänner haben bislang immer wieder auf einer unabhängiger Vorgehensweise in der Terrorbekämpfung bestanden. Die Volkspartei meint, dass das westliche Sicherheitsmodell für den Kampf gegen Terror keine Wirkung hat. Die USA und die Nato bestehen darauf, das westliche Modell eines solchen Kampfes zu benutzen. Obama hat zum Teil die Intensität der Militäroperationen in Afghanistan und Pakistan gemindert, doch nach wie vor herrscht der militärische Standpunkt im Kampf gegen den Extremismus im Süden Asiens.
Washington besteht auf einem militärischen Weg, obwohl in den vergangenen acht Jahren die USA in ihrem Kampf gegen die Taliban in allen Fronten gescheitert sind. Die Verantwortlichen in Pakistan sind sich dieser Tatsache bewusst und sind nicht bereit, die Standpunkte des Weißen Hauses im Kampf gegen die Taliban und zur Zerschlagung des Extremismus zu akzeptieren. In der pakistanischen Strategie ist Gewalt und der militärische Weg die letzte der drei Stufen im Kampf gegen den Terror. Davor stehen Gespräche mit oppositionellen Gruppen und der Ausbau von Investitionen in Stammesgebieten. Diese Strategie unterscheidet sich wesentlich vom amerikanischen Militär-Modell. Im vergangenen Jahr haben aber viele Verbündete der USA mit Kenntnis der Unzulänglichkeit des einseitigen Modells der USA andere nicht militärische Wege in Betracht gezogen. Die Gründung der Freundschaftsgruppe Pakistans, die die nötige wirtschaftliche Unterstützung an Islamabad gewährleisten soll, um dadurch die Investitionen in den Stammesgebieten anzukurbeln ist im Rahmen eines tief greifenden Kampfes gegen den Terror zu verstehen.


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